Was kann man mit einer Mitarbeiter App machen?
Die meisten Unternehmen kommunizieren intern über vier oder fünf Kanäle gleichzeitig. E Mail für das Büro, WhatsApp für die Fläche, ein Intranet, das kaum jemand öffnet, ein schwarzes Brett in der Kantine und ein Planungssystem, in dem der aktuelle Dienstplan steht. Für Mitarbeitende am Schreibtisch ist das noch überschaubar. Für Monteure, Fahrer, Pflegekräfte oder Lagermitarbeitende deutlich weniger. Eine Mitarbeiter App bündelt diese Kanäle in einer zentralen Umgebung. In diesem Beitrag erfährst du, was eine Mitarbeiter App ist, was du damit machen kannst, warum generische Tools wie Slack und WhatsApp für gewerbliche Teams an ihre Grenzen stoßen und worauf du achten solltest, wenn du Tools für interne Kommunikation vergleichst.
Was ist eine Mitarbeiter App?
Eine Mitarbeiter App ist eine App, die speziell für eine Organisation und ihre Beschäftigten eingerichtet ist. Kollegen finden dort News und Updates, schreiben einander, rufen Dokumente und Richtlinien ab, melden sich für Veranstaltungen an und sehen, wer im Unternehmen welche Rolle hat. Alles im Design der eigenen Organisation und direkt auf dem Smartphone.
Der Unterschied zum Intranet liegt vor allem in der Zugänglichkeit: Klassische Intranets sind häufig auf Mitarbeitende mit Firmenkonto und festem Arbeitsplatz ausgerichtet. Der Unterschied zu einem gewöhnlichen Chat Tool liegt in der Struktur: In einer Mitarbeiter App lässt sich Kommunikation gezielt steuern, wiederfinden und messen. Damit ist sie besonders für Organisationen mit vielen Mitarbeitenden ohne festen Arbeitsplatz interessant, bei denen klassische interne Kommunikation per Firmen E Mail nicht alle erreicht.
Warum Slack und WhatsApp für gewerbliche Teams nicht funktionieren
Die wenigsten Unternehmen fangen bei null an. Meist ist bereits etwas vorhanden: ein aus der Zentrale ausgerollter Slack Workspace oder eine über Jahre gewachsene Sammlung von WhatsApp Gruppen. Beides löst einen Teil des Problems. Gebaut wurde jedoch keines der beiden Tools speziell für Menschen, die nicht am Schreibtisch arbeiten.
Warum Slack für Wissensarbeiter gemacht ist, nicht für die Fläche
Slack ist rund um Channels, Threads und Integrationen für Projektteams aufgebaut, die einen großen Teil ihres Arbeitstages online verbringen. Für Entwickler, Marketing und Beratung funktioniert das hervorragend. Auf der Baustelle, im Lkw oder im Verkaufsraum gelten andere Bedingungen.
Gewerbliche Mitarbeitende haben häufig keine geschäftliche E Mail Adresse. Genau diese ist bei vielen generischen Tools jedoch der Ausgangspunkt für ein eigenes Konto. Hinzu kommen wechselnde Schichten, wodurch das Mitlesen in einer fortlaufenden Channel Struktur schnell unübersichtlich wird. Wer nach drei Tagen zurückkommt, muss sich durch zahlreiche Nachrichten arbeiten und selbst herausfinden, welche davon noch relevant sind. Viele nutzen außerdem ihr privates Smartphone, auf dem ein zusätzlicher Firmen Workspace schnell als weitere Anwendung empfunden wird.
Dazu kommt ein grundsätzlicher Unterschied: Slack ist in erster Linie für Gespräche gemacht, nicht für strukturierte Unternehmenskommunikation. Eine Sicherheitsunterweisung, eine geänderte Arbeitsanweisung oder eine unternehmensweite Ankündigung kann im Nachrichtenstrom schnell untergehen. Eine Nachricht lässt sich senden, doch ob sie die relevante Zielgruppe tatsächlich erreicht hat, ist deutlich schwieriger nachzuvollziehen.
Warum WhatsApp Gruppen auf Dauer nicht tragfähig sind
WhatsApp hat einen großen Vorteil: Fast jeder nutzt es bereits. Deshalb ist es häufig die erste Lösung und bleibt über Jahre ein wichtiger interner Kommunikationskanal. Bis die Strukturen zu groß werden.
Bei zehn Mitarbeitenden funktioniert eine Gruppe noch gut. Bei hundert laufen Nachrichten aus verschiedenen Teams, Standorten und Themen schnell durcheinander. Eine wichtige Information zur Einsatzplanung steht dann zwischen einem Geburtstagsfoto und einer Diskussion über die Kaffeemaschine. Informationen lassen sich nur schwer strukturieren und später gezielt wiederfinden.
Hinzu kommen praktische und rechtliche Fragen, die in Deutschland besonders relevant sind. Privates und Dienstliches vermischen sich, Telefonnummern von Kollegen sind innerhalb der Gruppe sichtbar und beim Austritt aus dem Unternehmen muss der Zugang manuell geregelt werden. Betriebliche Inhalte liegen zudem auf einer Plattform, über die die Organisation nur begrenzte Kontrolle hat. Für HR und interne Kommunikation ist eine WhatsApp Gruppe deshalb keine langfristige, strukturierte Lösung.
Was kann man mit einer Mitarbeiter App machen?
Zurück zur Kernfrage. Eine Mitarbeiter App leistet vier Dinge, die einzelne Tools nur schwer miteinander verbinden können.
Alle erreichen, auch ohne Firmen E Mail. Mitarbeitende melden sich über eine persönliche Einladung oder eine Anbindung an das HR System an. Ein eigenes Geschäftskonto ist nicht erforderlich. Genau daran scheiterte es bei der PB Holding lange. Patrick Bührsch, Geschäftsführer der PB Holding, beschreibt es so: „Früher war es schwierig, unsere Teams auf den Baustellen zu erreichen. Heute haben wir eine zentrale Plattform, über die alle Informationen direkt ankommen."
Gezielt kommunizieren statt breit senden. Mit Labels und Rechten lässt sich je Abteilung, Standort oder Funktion festlegen, wer welche Nachricht sieht. Die Fahrer bekommen die Tourunterlagen, ein Markt die lokale Ankündigung und alle die unternehmensweite Information. Weniger irrelevante Inhalte erhöhen die Chance, dass wichtige Nachrichten tatsächlich gelesen werden.
Informationen in einer zentralen Umgebung bündeln. Richtlinien, Handbücher, Dienstpläne, Onboarding Unterlagen und Formulare liegen an einem Ort und sind einfach auffindbar. Niemand muss mehr fragen, wo die aktuelle Version zu finden ist. Tim Bönders, Geschäftsführer von Bönders Logistics, bringt den Unterschied auf den Punkt: „Früher hatten wir ein komplettes Tool Chaos. Heute ist alles an einem Ort gebündelt und wir erreichen alle Mitarbeiter direkt und strukturiert."
Kommunikation in beide Richtungen statt Einbahnstraße. Reaktionen, Kommentare und Umfragen machen aus interner Kommunikation einen Austausch. Genau dort entsteht Bindung: nicht durch die Anzahl gesendeter Nachrichten, sondern dadurch, dass Mitarbeitende sich eingebunden fühlen.
Dazu kommt die Entlastung im Tagesgeschäft. Über Integrationen mit bestehenden Systemen, von der Lohnabrechnung bis zur Einsatzplanung, müssen Informationen nicht mehrfach gepflegt werden. Auch Prozesse wie Urlaubsanträge, Schadensmeldungen oder Onboarding lassen sich über digitale Formulare direkt in der App abbilden. Sebastian Budnik, Geschäftsführer bei REWE Homberg & Budnik, fasst es so zusammen: „Eine Plattform, die Kommunikation und Prozesse zusammenbringt und unseren Arbeitsalltag deutlich einfacher macht."
Tools für interne Kommunikation im Vergleich: Worauf solltest du achten?
Beim Vergleich von Tools für interne Kommunikation lohnt sich der Blick über die reine Funktionsliste hinaus. News, Chat und Dokumente bietet fast jeder Anbieter. Der Unterschied liegt häufig in den Rahmenbedingungen. Fünf Fragen sind besonders wichtig:
- Funktioniert das Tool ohne geschäftliche E Mail Adresse? Wenn nicht, fällt möglicherweise genau die Zielgruppe weg, für die du die App anschaffst.
- Ist es wirklich für die mobile Nutzung gedacht oder hauptsächlich ein Desktop Produkt mit zusätzlicher App? Dieser Unterschied zeigt sich häufig erst im Arbeitsalltag.
- Siehst du, ob Nachrichten ankommen? Gesendet ist nicht automatisch gelesen. Einblick in Reichweite und Beteiligung hilft dabei, die interne Kommunikation gezielt zu verbessern.
- Lässt sich die Kommunikation nach Abteilung, Standort oder Funktion steuern? Ohne Segmentierung entsteht schnell dasselbe Rauschen wie in einer großen WhatsApp Gruppe.
- Wo liegen die Daten und wer hat die Kontrolle darüber? Interne Kommunikation enthält sensible Informationen. Eine sichere, DSGVO konforme Verarbeitung und klare Regelungen zum Umgang mit den Daten sind Grundvoraussetzungen.
Ein sechster Punkt ist weniger technisch, in der Praxis aber oft genauso wichtig: Bekommst du nur Software oder auch einen Partner, der bei Einrichtung und Einführung mitdenkt?
Wie sorgst du für die Akzeptanz deiner Mitarbeiter App?
Eine App einzuführen ist nicht dasselbe, wie sie zum Leben zu bringen. An der Technik scheitert ein Rollout selten. Am fehlenden Plan dahinter schon.
Kläre vorab, wer die App nutzen soll und was die Menschen damit tun sollen. Sorge dafür, dass es ab dem ersten Tag etwas zu holen gibt: den Dienstplan, die Lohnabrechnung, die Sicherheitsunterweisung, all das, wofür sonst jemand angerufen werden muss. Lege fest, wer Inhalte erstellt und in welchem Rhythmus, denn eine App ohne Takt wirkt nach zwei Monaten verlassen. Schalte alte Kanäle bewusst ab, statt parallel zu arbeiten, sonst bleibt die alte WhatsApp-Gruppe einfach bestehen. Binde Führungskräfte als Multiplikatoren ein: Wenn der Teamleiter sein Team über die App steuert, folgt der Rest von allein. Und hole den Betriebsrat früh dazu, denn Transparenz über Datenverarbeitung und Erreichbarkeit schafft Vertrauen und beschleunigt die Einführung.
Miss danach, was passiert. Wen erreichst du, wen nicht, welche Beiträge werden gelesen, wo bleibt ein Standort zurück? Akzeptanz ist ein Prozess, kein Moment, und die Daten aus der eigenen App sind dabei der beste Ratgeber.
Die Mitarbeiter App von Bundeling
Bundeling bündelt die interne Kommunikation in einer Mitarbeiter App, vollständig im Design deiner Organisation. Mitarbeitende schreiben einander einzeln oder in Gruppen, bleiben über den Newsfeed informiert, finden Dokumente und Richtlinien und können die App auch ohne geschäftliche E Mail Adresse nutzen. Über Labels steuerst du die Kommunikation gezielt nach Abteilung, Standort oder Funktion. Im Dashboard siehst du, welche Inhalte ankommen. Alle Daten werden innerhalb der EU verarbeitet und DSGVO konform behandelt. Bestehende Systeme lassen sich über Integrationen anbinden, von HR und Lohnsystemen über Einsatzplanung bis zum Identitätsmanagement.
Über 1.300 Organisationen vertrauen bereits auf Bundeling, von Logistik und Transport über Bau und Handwerk bis zu Einzelhandel und Gastronomie.
Du möchtest wissen, was das für deine Organisation bedeutet? Sieh dir die Mitarbeiter App von Bundeling an, erfahre mehr über Mitarbeiter Engagement und alle Funktionen, oder frage direkt eine Demo an.